Meta-Keywords, die unendliche Geschichte
Immer wieder tauchen widersprüchliche Aussagen von SEOs über den Wert von Meta-Keywords auf. Bringen sie etwas in der Relevanz zu bestimmten Suchanfragen, bringen sie nichts oder schaden sie sogar?
Gewichtung
In einem Punkt sind sich so ziemlich alle einig: Einen entscheidenden Einfluss auf die Relevanz einer Seite zu einem Suchbegriff haben die Keywords nichtmehr.
Statt sich auf die oft falschen und missbrauchten Angaben der Webmaster zu verlassen gewichtet Google seit Langem den Inhalt der Seite viel stärker - die Algorithmen der Suchmaschine sind stark genug selbst den Inhalt einer Seite zu erkennen.
Bleibt trotzdem die Frage offen, ob sie von Google wenig oder garnicht gewichtet werden. Abschließend beantworten kann das kein Außenstehender, jedoch achtet Google beim Crawlen einer Seite auf über 200 Parameter (laut Matt Cutts, "Head of webspam team at Google"). Da ist es doch wahrscheinlich dass Google sich die Meta-Keywords auch mit ansieht.
Andererseits konnte noch kein SEO nachweisen, dass man für ein erfundenes Wort, das man in die Meta-Keywords einsetzt, bei Google ranken kann.
Klar ist: Falls Google die Meta-Keywords in die Bewertung einfließen lässt, ist ihre Bedeutung verschwindend gering.
Nachteile der Meta-Keywords
Jeder der erwägt Meta-Keywords einzusetzen sollte sich auch die Nachteile vor Augen führen:
-
Meta-Keywords kosten Zeit
Der Redakteur muss sich Keywords überlegen und diese einpflegen. Sollen sie von einem CMS automatisch erzeugt werden, muss das von einem Programmierer implementiert werden. Diese Ressourcen könnten stattdessen in die Erstellung von mehr Unique Content(1) fließen, was derzeit als der wichtigste Ranking-Faktor überhaupt angesehen wird. Meta-Keywords vergrößern den Umfang
Werden die Keywords automatisch erzeugt, kostet das Rendering-Zeit und CPU-Ressourcen. Außerdem verlängert sich die Downloadzeit durch den längeren Quellcode. Es ist bekannt, dass Google die Antwort(2)- und Downloadzeit(3) einer Seite mit in das Ranking einfließen lässt.Meta-Keywords drücken den Content
Google lässt das Verhältnis(4) zwischen Quellcode und Content in die Bewertung einfließen. Je mehr überflüssiges Markup im Quellcode desto schlechter rankt die Seite.
Es gibt also vier Rankingfaktoren an denen der Nachteil von Meta-Keywords deutlich wird. Ja, der negative Einfluss von Meta-Keywords ist gering, aber -wir erinnern uns- der positive Einfluss ist auch maximal gering.
Fazit
Meta-Keywords lassen sich heutzutage getrost ignorieren, da sie mehr schaden als nützen. Das gilt aber nicht für die Meta-Description, die für die Klickrate in den SERPs sehr wichtig ist.
[UPDATE 23.09.2009]
Google hat offiziell bekannt gegeben,
dass Meta-Keywords nicht in das Suchranking einfließen.
sehr interessanter post! und einiges dazu gelernt. also bei fragen bezgl. SEO wende ich mich ab jetzt an dich ^^